Jetzt Vitamin D checken – warum der Herbst die beste Zeit für eine Kontrolle ist
Wenn die Tage kürzer werden und wir weniger Sonne abbekommen, sinkt automatisch auch unsere körpereigene Vitamin-D-Produktion. Denn nur durch UV-B-Strahlung auf der Haut kann der Körper Vitamin D bilden – und diese Strahlung reicht in Österreich, Deutschland und der Schweiz von Oktober bis März kaum mehr aus.
Warum das wichtig ist
Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung von Knochen und Muskeln sowie zu einer gesunden Zellteilung bei. Ein Mangel kann sich durch Müdigkeit, Muskelschwäche, häufige Infekte oder Stimmungsschwankungen bemerkbar machen – gerade in der dunklen Jahreszeit.
Laut einem Bericht des Kurier gelten in den Wintermonaten rund 60 % der österreichischen Bevölkerung als unterversorgt mit Vitamin D. Diese hohe Zahl zeigt, wie verbreitet eine unzureichende Versorgung in unseren Breitengraden ist – insbesondere bei Personen, die sich überwiegend in Innenräumen aufhalten oder die Sonne meiden.
Wann und wie testen?
Ein einfacher Bluttest (25-OH-Vitamin D) beim Hausarzt oder in der Apotheke zeigt, wie gut die Speicher gefüllt sind.
- Werte unter 20 ng/ml (50 nmol/l) gelten als mangelhaft.
- Zwischen 20–30 ng/ml (50–75 nmol/l) spricht man von suboptimal.
- Viele Expert:innen sehen den optimalen Vitamin-D-Spiegel im Bereich von etwa 30–50 ng/ml (75–125 nmol/l).
- Werte über 50 ng/ml gelten als hoch und sollten insbesondere bei Supplement-Einnahme kontrolliert werden.
- Sehr hohe Werte (>150 ng/ml) sind mit Risiken wie Hyperkalzämie verbunden.
Wer sollte besonders aufpassen?
Menschen, die viel in Innenräumen arbeiten, ältere Personen oder Menschen mit dunklerer Hautfarbe haben oft niedrigere Werte. Auch eine konsequente Verwendung von Sonnenschutzmitteln kann die körpereigene Vitamin-D-Bildung verringern.
Fazit
Jetzt im Herbst ist der ideale Zeitpunkt, den Vitamin-D-Wert bestimmen zu lassen. Eine frühzeitige Kontrolle hilft, Energie, Immunsystem und Wohlbefinden über die Wintermonate hinweg zu unterstützen – und trägt dazu bei, einem weit verbreiteten Mangel vorzubeugen.
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Quelle: Kurier (2022). Vitamin-D-Mangel betrifft 60 Prozent der Bevölkerung. https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/vitamin-d-mangel-gesundheit/401761698